Häufige Fragen
Kurz und ehrlich beantwortet – zu SkyGrade, zum Score und zu den Daten.
Über SkyGrade
Was ist der SkyGrade-Score?
SkyGrade verrechnet Wetter-, Astronomie- und Umweltdaten zu einem verständlichen Wert von 0 bis 100 und beantwortet die Frage: Lohnt sich die Nacht? Statt Rohdaten selbst zu deuten, bekommst du eine klare Einschätzung – getrennt für Deep-Sky, Planeten und visuelle Beobachtung.
Was macht SkyGrade anders als Clear Outside, Meteoblue & Co.?
Diese Dienste zeigen dir Rohdaten – du interpretierst selbst. SkyGrade nimmt dir die Interpretation ab und verdichtet alles zu einem Score, zeigt dir die Einzelfaktoren aber weiterhin an. Gedacht ist es als schnelle Entscheidungshilfe, nicht als Ersatz für eine detaillierte Stundenübersicht.
Für wen ist die Seite gedacht – Einsteiger oder Fortgeschrittene?
Für beide. Einsteiger bekommen eine klare Ja/Nein-Antwort ohne Fachwissen; Fortgeschrittene sehen alle Teilbewertungen und das exakte Dunkelheitsfenster und können nachvollziehen, warum eine Nacht wie bewertet wird.
Was bietet SkyGrade außer dem Score?
Neben der Nachtbewertung gibt es eigene Bereiche für: Heute Nacht (kompakter Nacht-Überblick), Planeten, visuelle Beobachtung (beste Ziele je Ausrüstung), Mondbeobachtung, Mondkalender (dunkle, mondfreie Nächte), Polarlicht (Kp-Index & Chance) und Himmels-Highlights (Meteorströme, Finsternisse) – dazu ein Blog mit Wissensartikeln.
Bedienung
Wie gebe ich meinen Standort ein?
Per Ortsname, Postleitzahl, Klick auf die Karte oder direkt als GPS-Koordinaten (Breite, Länge). Kommt ein Ortsname mehrfach vor (z. B. „Neustadt"), fragt SkyGrade nach, welchen du meinst. Gerade für abgelegene dunkle Plätze ohne Ortsnamen ist die GPS-Eingabe gedacht.
Welche Länder und Regionen werden unterstützt?
SkyGrade deckt ganz Europa ab (über 40 Länder) – mit ortsgenauer Lichtverschmutzung und der am Standort gültigen Zeitzone (alle Uhrzeiten in Ortszeit):
- Mittel- & Westeuropa: Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg, Liechtenstein, Monaco, Andorra
- Nordeuropa: Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Estland, Lettland, Litauen, Irland, Vereinigtes Königreich
- Südeuropa: Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Malta, Zypern, San Marino, Vatikanstadt
- Mittel- & Südosteuropa: Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Kosovo, Rumänien, Bulgarien, Türkei
Auch die atlantischen Inseln (Kanaren, Madeira, Azoren) sind enthalten. Außerhalb dieser Region liefert SkyGrade (noch) keine verlässliche Lichtverschmutzungs-Schätzung.
Woher kennt SkyGrade meine Lichtverschmutzung (Bortle)?
Sie wird automatisch aus deinem Standort geschätzt – auf Basis einer aktuellen Karte der Himmelshelligkeit von 2024 (David Lorenz, Nachtlicht-Daten der Earth Observing Group). Das ist ein Modellwert mit rund 1 km Auflösung; du kannst ihn jederzeit manuell überschreiben, wenn du deinen Himmel besser kennst. Liegt ein Ort außerhalb der abgedeckten Karte, weist SkyGrade darauf hin und nimmt einen neutralen Standardwert an.
Warum gibt es drei Bewertungen (Deep-Sky / Planeten / Visuell)?
Weil die Anforderungen unterschiedlich sind: Eine Nacht mit unruhiger Luft ist für Planeten schlecht, für Deep-Sky aber oft noch okay. „Deep-Sky" und „Planeten" meinen die Fotografie, „Visuell" das Beobachten am Okular oder Fernglas.
Daten & Technik
Woher kommen die Wetterdaten – und wie zuverlässig sind sie?
Die Wetterdaten kommen von Open-Meteo (u. a. dem DWD-ICON-Modell), das Seeing von 7Timer. SkyGrade ist so gut wie die Vorhersage – deshalb gibt es die 7-Nächte-Vorschau und den stündlichen Verlauf, damit du die Prognose-Unsicherheit selbst einschätzen kannst.
Warum zeigt Deep-Sky zwei Werte?
Für Deep-Sky nennt SkyGrade zwei Zahlen: die realistische Deep-Sky-Eignung an deinem Standort (mit Lichtverschmutzung) und die Bedingungen heute Nacht (dieselbe Nacht, aber unter perfekt dunklem Himmel gedacht). Die Lücke zwischen beiden ist genau der Nachteil deines Standorts durch Lichtverschmutzung – so erkennst du sofort, ob eine mäßige Bewertung am hellen Stadthimmel liegt oder am Wetter. Für Deep-Sky wird die Lichtverschmutzung am stärksten gewichtet, weil sie entscheidet, welche Objekte überhaupt erreichbar sind.
Wie kommt die Mondstörung in den Score?
Über die Höhe des Mondes und seine tatsächliche Helligkeit: Ein Vollmond unter dem Horizont stört gar nicht, ein Vollmond hoch am Himmel maximal. Dabei zählt nicht der beleuchtete Anteil, sondern die echte Helligkeit – ein Halbmond ist nur rund ein Elftel so hell wie ein Vollmond, nicht halb so hell. Zusätzlich ist die Störung an die Himmelsdunkelheit gekoppelt – unter dunklem Landhimmel hebt derselbe Mond den Himmel stärker an als in der ohnehin hellen Stadt. Mondstand und -phase berechnet SkyGrade selbst aus Standort und Datum, ohne externe Abfrage.
Was passiert in hellen Sommernächten ohne echte Dunkelheit?
Erreicht die Sonne nicht −18°, bleibt der Himmel aufgehellt. SkyGrade senkt dann den Deep-Sky-Score gestuft ab, während helle Ziele wie Planeten kaum betroffen sind.
Wann taut meine Optik zu?
Tau entsteht, wenn die Optik kälter wird als der Taupunkt. Durch Wärmeabstrahlung zum kalten Himmel kühlt sie oft mehrere Grad unter die Lufttemperatur ab – am stärksten bei klarem Himmel und wenig Wind. Ausgerechnet diese astronomisch besten Nächte sind daher am tau-gefährlichsten. SkyGrade zeigt dir die drei entscheidenden Werte: geringe Bewölkung, schwacher Wind und ein kleiner Taupunkt-Abstand bedeuten zusammen hohe Taugefahr. Abhilfe schaffen eine Taukappe und aktiv eine Taukappenheizung.
Kostet die Nutzung etwas? Was ist mit Datenschutz und Cookies?
SkyGrade ist kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Cookies; es werden keine Nutzerprofile angelegt. Für die Berechnung gehen nur Koordinaten an die Wetterdienste. Details stehen auf der Datenschutz-Seite.